Rathaus und TI-Info in Wolfegg müssen saniert werden

von wurm – sicher gut bauen.

Wolfegg - Das Rathaus und die Tourist-Info der Gemeinde Wolfegg sollen restauriert werden. Der Gemeinderat hatte die Verwaltung beauftragt, neben den Möglichkeiten zur Sanierung auch einen Rathausneubau zu prüfen. Bei einer Bürgerinformation stellte das Architekturbüro Wurm aus Ravensburg die Ergebnisse vor.

Die Gemeindehalle war gut gefüllt. Mehr als 100 interessierte Bürger konnte Bürgermeister Peter Müller begrüßen. „Mit den Gebäuden des Rathauses und der Wolfegg-Info haben wir ein Problem“, sagte er „Mit einem Eimer Farbe ist es nicht getan.“ Das machte dann auch die Analyse des Ist-Zustandes durch das Architekturbüro klar. Der zuständige Projektleiter Erich Sommer berichtete von schlechter Bausubstanz. Im Außenbereich sind kurzfristige Sanierungsmaßnahmen notwendig, um Folgeschäden zu vermeiden. Umfangreiche Sanierungen stehen auch in den Bereichen Elektroinstallation, Heizung, Lüftung und Sanitär an. Der Datenschutz ist in jetzigem Zustand nicht gewährleistet, genauso wenig wie der Brandschutz. Bei einer Begehung mit Kreisbrandmeister Oliver Surbeck stellte sich unter anderem heraus, dass in den Sitzungssaal nur 30 Personen dürfen - bei öffentlichen Gemeinderatssitzungen zu wenig. Zudem sind beide Gebäude nicht barrierefrei.

Bis 2021 fördert die Landesregierung umfangreich solche Sanierungsmaßnahmen. „Jetzt haben wir die Chance, unsere Verwaltungsgebäude auf den Stand der Zeit zu bringen. Die Gelegenheit müssen wir nutzen“, appellierte Müller an die Bürger. Das Architekturbüro Wurm präsentierte in einem Planungsgutachten fünf Ansätze, darunter zwei Neubaulösungen. Vorgegeben war auch eine Vergrößerung der Nutzfläche, die unter anderem einen Sitzungssaal mit 80 statt der jetzigen 56 Quadratmeter vorsieht.

Anonymer Neubau befürchtet

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Befürchtung geäußert, dass Wolfegg seinen besonderen Charme verlieren könnte, sollte das Rathaus einem anonymen Neubau geopfert werden. Die Bürger haben in den nächsten vier Wochen Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Plakate mit Ausführungen der fünf Ansätze werden im Sitzungssaal des Rathauses ausgestellt, detaillierte Informationen stellt die Gemeinde auch auf ihre Homepage. Der Wolfegger Gemeinderat wird dann voraussichtlich bei seiner Sitzung am 16. Juli das Thema erneut beraten und einen Beschluss fassen. Bürgermeister Müller möchte wegen der Fördergelder auf jeden Fall eine Entscheidung in diesem Jahr. „Am besten noch vor den Sommerferien“, sagte er dazu.

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Pressemitteilung in der Schwäbischen Zeitung vom 22.05.2018.